Hing'schaut und g'sund g'lebt

Die Feiertage aufarbeiten

Die Galle mit Odermennig stärken

09.01.2018
Vielleicht hat sich die Galle ohnehin schon durch einen Druck oder gar eine Kolik quasi zu Wort gemeldet. Um hier zur Tat zu schreiten, möchte ich mir den Odermennig (Agrimonia eupatoria) an meine Seite holen. Bei Schmerzen aufgrund einer entzündeten Gallenblase wünscht man sich umgehend friedlichere Zustände herbei.

Nun sieht wohl jeder ein, dass man Heilkräuter mit keiner Feuerwehr verwechseln darf, die man nur im äußersten Notfall alarmiert und herbeiholt. Vielmehr sollte die Vernunft die Richtschnur eines ausgewogenen Lebensstiles sein, der mithilft, dass die inneren Organe nicht übermäßig belastet werden. Und dennoch können Pflanzen auch in Extremsituationen dazu beitragen, eine missliche Lage wie eben geschildert, etwas besser in den Griff zu bekommen.

Dabei bewähren sich eben die Wirkstoffe, die im Odermennig enthalten sind. Sie bestehen vor allem aus Gerbstoffen, einem kieselsäurehaltigen ätherischen Öl, aus Flavonoiden und Bitterstoffen. Dieser mit einem gesunden Cocktail vergleichbare Mix unterstützt generell die Verdauungstätigkeit und greift vor allem der Leber und insbesondere der Galle so richtig unter die Arme.

Mischtee für die Galle
Um eine unruhige Gallenblase wieder zu befrieden, kann es sinnvoll sein, eine Teemischung in folgender Zusammensetzung zurechtzumachen: 3 Teile getrocknetes und zerkleinertes Odermennigkraut, 2 Teile ebenso beschaffene Melissenblätter und 1 Teil Wermutkraut. Davon nimmt man dann 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten ziehen lassen und letztlich abseihen. Ziemlich warm und ungesüßt trinken, auch wenn der Geschmack des Aufgusses sehr bitter ist.