Kräuterpfarrers Ratschläge

Kren, Küchengewürz und Heilmittel zugleich
Der Kren oder Meerrettich ist ein Kreuzblütler. Er hat einen ein- oder vierköpfigen Wurzelstock in Rüben- oder Walzenform. Die grundständigen Blätter sind langgestielt, bis zu 1 m lang und gekerbt. Wenn der Blütenstängel emporschießt, erscheinen unten kleine, langgestielte, fiederspaltige Blätter.
Die Mistel – ein Halbschmarotzer
Die Mistel ist im Brauchtum verankert In England hängt man zu Weihnachten Mistelzweige als Zeichen der Freude und Liebe auf. In Frankreich spielt die Pflanze am Neujahrstag eine große Rolle. Die Kinder laufen mit Mistelzweigen von Haus zu Haus und überbringen ihre Neujahrswünsche.
Die Vogelmiere – Stellaria media
Die Vogelmiere, Stellaria media, stellt ein weitverzweigtes Nelkengewächs dar, das oft ganze Rasenflecke bildet. Diese ein- bis zweijährige Pflanze wuchert üppig fast das ganze Jahr über, auch im Winter. Sie gedeiht mit Vorliebe auf Kulturland und in der Nähe menschlicher Wohnungen.
Der gesundheitliche Wert der Feigen
Der Feigenbaum ist ein Maulbeerbaumgewächs, strauch- oder baumartig mit lockerer, weit ausgreifender Krone. Die Feigen selbst sind fleischig gewordene Blütenstände. Der Baum blüht von Mai bis September und fruchtet dreimal jährlich. Der Feigenbaum ist einer der ältesten Fruchtbäume.
Knollensellerie hat eine wassertreibende Kraft
Die Knollen lassen sich auch im Winter frisch verwenden. Sie eignen sich ausgezeichnet für Suppen, Eintopfgerichte und Salate.
Das wohlduftende Veilchen
An Hecken, entlang der Mauern, im Gebüsch und in lichten Wäldern, in Gärten, auf sonnigen Abhängen und Feldrainen, da ist das Märzveilchen daheim. Kräftig violett leuchten seine nickenden Blütenköpfchen, die so stark angenehm und mild zugleich duften. Das Pflänzchen treibt oberirdisch wurzelnde Ausläufer und langgestielte herzförmige Blätter.
Der Frauenmantel
Auf Wiesen und Weiden, an Wegrändern, in lichten Wäldern und im Gebüsch ist das ausdauernde Rosengewächs wildwachsend anzutreffen. Die Pflanze wird 10 bis 30 Zentimeter hoch. Die gelbgrünen Blütenrispen duften kaum. Das Kraut schmeckt etwas bitter. Dieses Heilkraut sollte man im Frühjahr im eigenen Garten pflanzen. Hier dient es als natürlicher und hübscher Bodendecker. In der Floristik verwendet man gerne die dekorativen Blätter.
Der Blutweiderich
Diese Heilpflanze hat ihr Leben dem Wasser angepasst, daher findet man den Blutweiderich (Lythrum salicaria) häufig an Teichrändern, in Sümpfen und seichten Flüssen. Die purpurroten, ährenförmigen Blüten leuchten uns von der Ferne entgegen, immerhin kann das mehrjährige Kraut eine Höhe von 150 cm erreichen. Von Juli bis September ist die günstigste Erntezeit.
Die Königskerze
Ihr Name kann wörtlich genommen werden – nicht umsonst steht diese Pflanze unter Naturschutz. Man darf sie weder pflücken noch ausgraben, nur die Blüten bzw. der Samen dürfen geerntet werden. In Pech oder Wachs getaucht, diente sie schon den alten Griechen als nützliche Fackel. Die Blätter der Königskerze sind filzartig behaart, daher ist sie in vielen Gegenden auch als „Wollblume“ bekannt. Verbascum thapsiforme, so ihre botanische Bezeichnung, deutet auf eine zum Gelbfärben benutzte Pflanze hin.
Der Quendel ist ein Symbol für Fleiß
Eine alte Legende besagt, dass sich die heilige Gottesmutter einen Kranz aus den duftenden Quendelblüten flocht und zu ihrer Verlobung mit Josef trug. Die Griechen betrachten den Lippenblütler seit jeher als Zeichen für Emsigkeit. Die Bienen lieben ihn, da er ihnen Nahrung spendet. An sonnigen Hügeln, Felsen, Mauern und steinigen Plätzen können wir ihn antreffen.
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