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Spitzwegerich
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27.01.2012
Beruhigt die Atemwege, löst den Schleim

Dieses bescheidene Heilkraut ist ein ständiger Begleiter des Menschen. Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) bevorzugt trockene und grasige Plätze am Wegrand, zwischen Pflastersteinen, im Hofraum, an Schuttplätzen, in Wiesen und auf Almen bis 2000 Meter Höhe. Die ausdauernde Pflanze treibt eine grundständige Rosette mit lanzettlichen, 3- bis 7-nervigen und wenig behaarten Blättern. In den Blattwinkeln stehen 10 bis 40 Zentimeter hohe, gefurchte Stängel mit endständigen, kopfartigen Blütenähren. Die Einzelblüten sind klein, unscheinbar, blassbraun. Die langen, weißen Staubfäden, die weit aus den Blüten herausragen, fallen hingegen auf. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Oktober. Das Kraut riecht kaum und schmeckt herb-bitter.

Ernte und Aufbewahrung:

Verwendung finden die zarten und gesunden Blätter, die noch vor der Blüte gepflückt werden sollen. Die Ernte erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die Blätter werden im luftigen Schatten getrocknet und als Wintervorrat in gut verschlossenen Gefäßen aufbewahrt. – Die Samenstände des Spitzwegerichs dienen als beliebtes Vogelfutter.

Heilwirkung:
Spitzwegerich wird für Brust, Luftröhre und Rachen empfohlen. Der Tee hilft vorzüglich bei Husten, Keuchhusten, Verschleimung der Atemwege, zudem bei Bronchitis, Asthma und bei Erkältungskrankheiten. – Der Presssaft aus den frischen Blättern behebt Verdauungsstörungen, Blutarmut und Bindegewebsschwäche. Jugendlichen in den Entwicklungsjahren ist eine Spitzwegerich-Saftkur ebenfalls zu empfehlen.

Zubereitung von Spitzwegerich-Tee:
Sie erfolgt im Heißaufguss, das heißt 2 Teelöffel der zerkleinerten Blätter werden mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen, 15 Minuten zugedeckt ziehen gelassen, dann abgeseiht. Den Tee nach Belieben mit Honig süßen und etwas Zitronensaft beigeben.– Spitzwegerich tut nicht nur unseren Atemwegen gut, sondern mehr noch unseren Nerven. Er befähigt uns zu mehr Geduld und dadurch zu freierem Atmen. Bei Körperschwäche ist Spitzwegerich-Tee wirksamer als Lebertran.

Äußerliche Anwendung:
Bei Bläschen im Mund oder bei Zahnfleischbluten mehrmals täglich mit warmem, ungesüßtem Spitzwegerich-Tee gurgeln und bald wird sich Besserung einstellen. Reiner Spitzwegerich-Tee kann ebenso für Augenbäder verwendet werden. – Das Auflegen eines Breies aus frischen, zerriebenen Blättern stellt ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Wunden und kleineren Verletzungen dar. Es hilft vor allem auch bei Insektenstichen. Im Sommer kann man gleich ein frisches Spitzwegerichblatt zerknittern und auflegen.

Bei Nieren- und Blasensteinen:
Kaue man täglich früh und abends je 1 Teelöffel voll Samen des Spitzwegerichs.

Spitzwegerich-Sirup selbst hergestellt:
Getrocknete (zur Erntezeit frische) Spitzwegerich-Blätter im Mörser gut verreiben. In einen Topf geben, etwas Wasser zufügen und den Ansatz zum Sieden bringen. Nicht abseihen. Soviel Bienenhonig wie öglich hineinrühren. Nach dem Erkalten in den Kühlschrank stellen und bald aufbrauchen. Bei Husten und Fieber jede Stunde einen Teelöffel voll einnehmen. (Fertiger Spitzwegerich-Sirup sowie Spitwegerich-Hustenbonbons und auch Spitzwegerich-Tee sind in unserem Webshop erhältlich. Wir senden Ihnen unsere Naturprodukte auch gerne zu!)